Definition
Das Mannesmann-Gitter auch Luxemburger oder Mannheimer Gitter genannt, ist ein mobil einsetzbares Absperrgitter aus verzinktem Stahl, das primär zur temporären Personenleitung und zur Abgrenzung von Bereichen bei Veranstaltungen, Demonstrationen oder Baustellen dient. Es zeichnet sich durch seine charakteristischen, bogenförmigen Standfüße und seine hohe Standfestigkeit aus.
Eigenschaften und Aufbau
- Material: Robuste, feuerverzinkte Stahlrohrkonstruktion (witterungsbeständig).
- Verbindung: Die Gitter verfügen über ein Haken-Ösen-System, mit dem sie fest miteinander verkettet werden können, um eine durchgehende Barriere zu bilden.
- Maße: In der Standardausführung ist ein Gitter ca. 2,25 Meter lang und 1,10 Meter hoch.
- Stabilität: Durch die versetzten Standfüße ist das Gitter sehr standfest, lässt sich aber bei Bedarf schnell von Sicherheitskräften umstellen oder öffnen.
Einsatzbereiche im Sicherheitsdienst
Im Rahmen des Crowd Managements und des Veranstaltungsschutzes setzen wir Mannesmann-Gitter für folgende Zwecke ein:
- Besucherlenkung: Schaffung von Korridoren und Schlangen (Warteschlangen-Management) vor Einlasskontrollen.
- Bereichstrennung: Abgrenzung von VIP-Bereichen, Pressezonen oder Backstage-Arealen.
- Sicherung von Fluchtwegen: Freihaltung von Rettungswegen gemäß der Versammlungsstättenverordnung (VStättVO).
- Streckenabsicherung: Sicherung von Laufwegen bei Stadtläufen, Radrennen oder Festumzügen.
Mannesmann-Gitter vs. Polizeigitter (Hamburger Gitter)
Ein wichtiger Unterschied für die Planung:
- Mannesmann-Gitter: Dienen der Leitung und Ordnung von friedlichen Personenströmen. Sie sind nicht dafür ausgelegt, massivem Druck einer Menschenmenge standzuhalten.
- Polizeigitter (Hamburger Gitter): Diese haben eine Trittplatte. Das Eigengewicht der Personen auf der Platte stabilisiert das Gitter. Sie werden eingesetzt, wenn hoher Druck auf die Absperrung zu erwarten ist (z. B. erste Reihe bei Konzerten oder Hochrisiko-Demos).